Projektentwicklung im Naturschutz

Archiv aktueller Meldungen

Betriebsberatung in Sachsen

10.11.2014: Mit Auftaktbereisungen startete ein neues Projekt im Auftrag des Sächsisches Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Für landwirtschaftliche Betriebe in verschiedenen Naturräumen werden Beweidungskonzeptionen erarbeitet, welche die Belange von Naturschutz und Landwirtschaft vereinen. Der vorhandene Grünlandaufwuchs soll besser genutzt, die Weideführung verbessert werden - und mittelfristig sollen mehr Raufutterfresser in Sachsens Landschaften weiden. Eckhard Jedicke führt das Vorhaben in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen durch. Beauftragt ist eine konzeptionelle Phase bis Mitte 2015.

Biodiversität und Landwirtschaft

10.09.2014: Landwirtschaft verursacht zu einem massiven Teil Rückgang und Gefährdung biologischer Vielfalt. Aber sie ist auch zwingend nötig, um Biodiversität zu erhalten. Kein unlösbares Dilemma, zumindest in der Theorie: Über "Biodiversität im Spannungsfeld zwischen Landwirtschaft und Naturschutz" referierte Eckhard Jedicke einführend zu einer Tagung der Evangelischen Akademie Hofgeismar und des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen. Was erfordert die Konfliktlösung? Fachliche Konzepte liegen vor, die nötigen politischen Rahmenbedingungen sind bekannt, die Handlungsmöglichkeiten des Landwirts auch. Es fehlt die konsequente Umsetzung.

Ökosystemleistungen des Grünlands

28.08.2014: "Multifunktionalität des Dauergrünlands erhalten und nutzen" war die 58. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Grünland und Futterbau der Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften e.V. in Arnstadt (Thüringen) betitelt. Eckhard Jedicke stellte in seinem Einführungsvortrag Ökosystemleistungen des Grünlands vor und fragte: Welche Grünlandnutzung brauchen wir? Der Beitrag ist in der Schriftenreihe der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft erschienen.

Biosphärenreservat Rhön erweitert

13.06.2014: Grünes Licht aus Jönköping (Schweden): Das Internationale Coordination Committee (ICC) des UNESCO-Programms "Man and Biosphere" hat den deutschen Vorschlag zur Erweiterung des Biosphärenreservats Rhön angenommen. Das 1991 eingerichtete Biosphärenreservat Rhön wird damit im bayerischen Teil um 58.113 ha auf länderübergreifend insgesamt 243.323 ha erweitert. Zugleich verlängerte das Komitee die internationale Anerkennung des Biosphärenreservats, nachdem es zum zweiten Mal nach jeweils zehn Jahren erfolgreich evaluiert wurde. Der Evaluierungsbericht und Teile des Erweiterungsantrags wurden im Büro Jedicke geschrieben.

Naturschutz-Workshops in der Biosphäre Bliesgau

26.05.2014: Startschuss für den Beteiligungsprozess im Zuge der Aufstellung des Regionalen Entwicklungskonzepts (REK) für die neue Leader-Förderperiode und Ziele im neuen Rahmenkonzept für das Biosphärenreservat Bliesgau. In Blieskastel tagten zum Auftakt fünf Arbeitsgruppen parallel, Eckhard Jedicke moderierte den Workshop zum Naturschutz. Drei weitere Termine folgen im Laufe des Sommers.

Förderung extensiver Beweidung in Hessen

15.04.2014: In der Naturschutz-Akademie Hessen in Wetzlar diskutierten Fachleute aus Naturschutz und Landwirtschaft die zukünftige Förderung der extensiven Beweidung in Hessen. Deutlich wurde, dass gerade die extensiv arbeitenden Weidebetriebe unter starkem wirtschaftlichem Druck stehen und die künftig voregesehenen Fördersätze zum Teil nicht die Existenz sichern können. Es besteht die Gefahr, dass weder die einzelbetrieblichen Anforderungen (Mindesteinkommen, um als Betrieb zu überleben) noch die umwelt- und naturschutzfachlichen Anforderungen (insbesondere der gute Erhaltungszustand für Lebensraumtypen und Arten inkl. der Vögel in Natura 2000) erreicht werden. Die Teilnehmer appellierten an die zuständige Ministerin Priska Hinz, hier noch nachzusteuern, um den in ihrer Regierungserklärung am 1. April propagierten Zielen eines neuen, stärkeren Agrarumwelt- und Landschaftspflegeprogramms gerecht zu werden.

10 % Biotopverbund

26.03.2014: "Die Länder schaffen ein Netz verbundener Biotope (Biotopverbund), das mindestens 10 % der Landesfläche umfassen soll." Seit 2002 ist der Biotopverbund als Ziel im BNatSchG verankert. Initialzündung oder Papiertiger – was hat sich seit zwölf Jahren in Bund und Ländern zur Umsetzung dieses Ziels getan? Was bleibt zu tun, welche Perspektiven bestehen? Unter Gastleitung von Eckhard Jedicke, gemeinsam mit Dr. Katrin Heuer (NNA) und Manfred Weyer (MU Niedersachsen), beleuchtete ein zweitätiges Seminar Umsetzungsstand und Handlungsbedarf - am ersten Tag aus bundesweiter Sicht, am zweiten fokussiert auf Niedersachsen. Nicht zuletzt als Klimaanpassungsstrategie des Naturschutzes aktueller denn je, doch die Effizienz genügt bei weitem nicht. Die Vorträge sind auf der Website der NNA abrufbar.

Zielartenschutz im Naturpark Diemelsee

06.03.2014: Mit Sitzungen des Steuerungsgremiums und des Fachausschusses Zielarten startete in Willingen (Upland) ein neues Projekt des Naturparks Diemelsee. Unter dem Thema "Biotopverbund als Klimaanpassungsstrategie des Naturschutzes in der Beispielregion des Naturparks Diemelsee" sollen die Grundlagen für mehr Naturschutz entlang der Landesgrenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen erarbeitet und erste Maßnahmen realisiert werden. Ein Zielartenkonzept konzentriert sich auf Pflanzen- und Tierarten, die besonders sensibel für Klimaveränderungen sind. Weitere Informationen auf der Homepage des Naturparks Diemelsee.

Landschaftselemente auf Weideflächen

20.02.2014: Beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Bonn fand eine Arbeitssitzung zur Thematik der „Landschaftselemente auf Weideflächen“ statt, zu der die Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL) und der Bundesverband Deutscher Ziegenzüchter (BDZ) eingeladen hatten. Eingeladen hatten VDL und BDZ ihre Mitgliedsverbände, Vertreter der Landesministerien, des Deutschen Bauernverbandes, des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL), des VDL-Ausschusses Sonderzahler Berufsschäfer sowie des Bundesverbandes Berufsschäfer. Der Hintergrund: Gehölze u.a. Landschaftselemente auf Weideflächen sind im Agrarförderrecht der EU ein großes Problem, das für den DVL Eckhard Jedicke erläuterte. Weitere Informationen im Bericht der Deutschen Schafzucht.